Unsere Haltung

Willkommen in unserer Open-Source-Welt

Digitale Lösungen sollen Menschen und Organisationen handlungsfähiger machen. Sie sollen Abläufe vereinfachen, Wissen sichern, Zusammenarbeit ermöglichen und Kommunikation verbessern. Sie sollten ihre Nutzer jedoch nicht dauerhaft an einen einzelnen Anbieter, ein undurchsichtiges Preismodell oder ein geschlossenes technisches System binden.

Aus diesem Grund verfolgt Jonathan Zachrau – Kommunikation, Design und Webentwicklung einen konsequenten Open-Source-Ansatz. Wo es fachlich und wirtschaftlich sinnvoll ist, setzen wir auf Software, deren Quellcode offen zugänglich ist und die auf eigener oder bewusst ausgewählter Infrastruktur betrieben werden kann.

Unser Ansatz umfasst fünf zentrale Einsatzfelder:

Open Source ist für uns kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob eine Lösung die Anforderungen des jeweiligen Projekts zuverlässig erfüllt. Deshalb prüfen wir neben der Lizenz auch Benutzerfreundlichkeit, Wartbarkeit, Sicherheit, Funktionsumfang, Erweiterbarkeit, Datenportabilität und langfristige Betriebsfähigkeit.

Wir verstehen unsere Aufgabe nicht darin, eine Software lediglich zu installieren. Wir entwickeln ein tragfähiges Gesamtsystem, passen es an den konkreten Bedarf an, dokumentieren Entscheidungen, schulen die Nutzer und sorgen für einen geregelten technischen Betrieb. So wird aus frei verfügbarer Software eine professionell betreute Lösung.

Dieses Regal zeigt Ihnen transparent, nach welchen Grundsätzen wir arbeiten, welche Verantwortung wir übernehmen und welche Mitwirkung auf Kundenseite erforderlich ist.

Was Open Source bedeutet

Open-Source-Software ist Software, deren Quellcode eingesehen werden kann und deren Lizenz bestimmte Rechte zur Nutzung, Prüfung, Veränderung und Weitergabe gewährt. Die jeweils konkreten Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Lizenz des einzelnen Projekts.

Der offene Quellcode unterscheidet Open-Source-Software grundlegend von vielen proprietären Angeboten. Bei geschlossener Software können Nutzer in der Regel nur die bereitgestellte Anwendung verwenden. Wie sie im Inneren funktioniert, welche Änderungen technisch möglich wären und wie Daten verarbeitet werden, bleibt häufig nur dem Hersteller vollständig bekannt.

Open Source schafft dagegen die Möglichkeit, technische Vorgänge nachzuvollziehen, Fehler unabhängig zu untersuchen und Anpassungen vorzunehmen. Außerdem kann eine andere fachkundige Stelle den Betrieb oder die Weiterentwicklung übernehmen, sofern die technischen Voraussetzungen und Lizenzbedingungen erfüllt sind.

Open Source bedeutet jedoch nicht automatisch:

Kosten entstehen weiterhin durch Beratung, Konzeption, Einrichtung, Anpassung, Hosting, Updates, Datensicherung, Überwachung, Support und Schulung. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Kunden nicht zwingend für das bloße Nutzungsrecht einer geschlossenen Plattform zahlen. Vergütet werden vor allem die fachlichen und technischen Leistungen, die einen zuverlässigen Betrieb ermöglichen.

Für uns ist Open Source daher vor allem ein Organisations- und Qualitätsprinzip: Software soll überprüfbar, übertragbar und langfristig beherrschbar bleiben.

Open Source first - nicht Open Source um jeden Preis

Wir bevorzugen Open-Source-Lösungen, wenn sie die Anforderungen eines Projekts mindestens ebenso zuverlässig erfüllen wie eine proprietäre Alternative. Dieser Grundsatz lässt sich mit „Open Source first“ zusammenfassen.

Gleichzeitig wäre es fachlich nicht seriös, Quelloffenheit zum einzigen Entscheidungskriterium zu machen. Eine Lösung muss zum Einsatzzweck, zum Budget, zu den vorhandenen Kompetenzen und zu den organisatorischen Abläufen des Kunden passen. Auch Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit, notwendige Schnittstellen, Supportmöglichkeiten und rechtliche Anforderungen spielen eine Rolle.

Deshalb können einzelne Projekte bewusst kommerzielle oder proprietäre Komponenten enthalten. Ein typisches Beispiel sind Premium-Themes oder visuelle Editoren innerhalb von WordPress. WordPress selbst ist Open Source; eine zusätzlich eingesetzte Erweiterung kann dennoch einer kommerziellen Lizenz unterliegen. In solchen Fällen legen wir offen dar:

Diese Transparenz ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Kunden sollen nicht erst bei einem Anbieterwechsel oder nach Ablauf einer Lizenz erfahren, dass eine zentrale Funktion von einem geschlossenen Produkt abhängt.

Unser Ziel ist daher kein ideologischer Reinheitsnachweis. Unser Ziel ist ein sinnvoll aufgebautes System mit möglichst viel Kontrolle, nachvollziehbaren Abhängigkeiten und einer belastbaren Ausstiegsstrategie.

Digitale Souveränität als Ziel

Digitale Souveränität bedeutet für uns, dass eine Organisation ihre digitalen Werkzeuge und Daten bewusst steuern kann. Sie soll verstehen, welche Systeme eingesetzt werden, wo Daten gespeichert sind, wer Zugriff erhält und wie ein Wechsel zu einer anderen technischen Betreuung möglich ist.

Souveränität heißt nicht zwingend, jede Software selbst zu installieren oder intern zu administrieren. Viele Kunden möchten den technischen Betrieb bewusst auslagern. Entscheidend ist, dass diese Auslagerung transparent, vertraglich geregelt und grundsätzlich reversibel bleibt.

Ein souveränes digitales System erfüllt möglichst viele der folgenden Merkmale:

Open Source unterstützt diese Ziele, weil Quellcode und standardisierte Technologien verfügbar sind. Souveränität entsteht jedoch erst durch die Verbindung von offener Software, guter Dokumentation, klaren Verträgen und verantwortungsvollem Betrieb.

Unsere fünf Leitprinzipien

Unsere Open-Source-Projekte orientieren sich an fünf Leitprinzipien.

1. Transparenz
Wir benennen eingesetzte Software, Lizenzen, externe Dienste, laufende Kosten und technische Abhängigkeiten. Wesentliche Entscheidungen werden dokumentiert.

2. Kontrolle über Daten und Zugriffe
Der Kunde bestimmt im Rahmen der vereinbarten Rollen und Zuständigkeiten, welche Daten verarbeitet werden und wer darauf zugreifen darf. Administrationsrechte werden nicht unnötig breit vergeben.

3. Nachhaltige Technik
Wir bevorzugen etablierte Standards, aktiv gepflegte Projekte und nachvollziehbare Architekturen. Eine Lösung soll nicht nur am Tag der Übergabe funktionieren, sondern auch aktualisierbar und erweiterbar bleiben.

4. Sicherheit durch laufenden Betrieb
Sicherheit ist kein einmaliges Produktmerkmal. Sie entsteht durch Updates, sichere Konfiguration, Datensicherung, Überwachung, Rechtekonzepte und geregelte Reaktionen auf Vorfälle.

5. Befähigung statt Abhängigkeit
Nutzer erhalten verständliche Einweisungen und Dokumentationen. Unser Ziel ist, dass Kunden ihre redaktionellen oder organisatorischen Aufgaben selbstständig erledigen können. Technische Spezialaufgaben können weiterhin von uns betreut werden.