Skip to main content

Digitale Souveränität als Ziel

Digitale Souveränität bedeutet für uns, dass eine Organisation ihre digitalen Werkzeuge und Daten bewusst steuern kann. Sie soll verstehen, welche Systeme eingesetzt werden, wo Daten gespeichert sind, wer Zugriff erhält und wie ein Wechsel zu einer anderen technischen Betreuung möglich ist.

Souveränität heißt nicht zwingend, jede Software selbst zu installieren oder intern zu administrieren. Viele Kunden möchten den technischen Betrieb bewusst auslagern. Entscheidend ist, dass diese Auslagerung transparent, vertraglich geregelt und grundsätzlich reversibel bleibt.

Ein souveränes digitales System erfüllt möglichst viele der folgenden Merkmale:

  • Die Daten gehören dem Kunden und können in geeigneten Formaten exportiert werden.

  • Zugriffsrechte sind nachvollziehbar und können durch berechtigte Personen verwaltet werden.

  • Die technische Dokumentation beschreibt Aufbau, Abhängigkeiten und Betriebsprozesse.

  • Ein Wechsel des Dienstleisters ist ohne künstliche technische Sperren möglich.

  • Lizenzen, laufende Kosten und externe Dienste sind bekannt.

  • Backups und Wiederherstellungsverfahren sind geregelt.

  • Kritische Entscheidungen bleiben beim Kunden.

Open Source unterstützt diese Ziele, weil Quellcode und standardisierte Technologien verfügbar sind. Souveränität entsteht jedoch erst durch die Verbindung von offener Software, guter Dokumentation, klaren Verträgen und verantwortungsvollem Betrieb.